Dienstag, 30. November 2010

Die Laterne

Sie friert an der verschneiten Strassenecke,
dort unter einer glitzernd weißen Decke:
Sie steht gebeugt im stillen Nachtgebet,
so einsam scheinend, weil kein Mensch dort steht.
Ihr Beten ist ihr warmes Straßenlicht
das dort in Nacht und Einsamkeit zerbricht:
Sie leuchtet die Verlassenheit, das Weh
so helle in den tiefen, kalten Schnee.




Georges Ettlein

Sonntag, 28. November 2010

Kerzenlicht

Wie eine Kerze leuchtet, so möcht ich selber sein,
ich möchte Licht verbreiten, ich möchte leuchtend sein.

aus einem Kinderlied

Samstag, 27. November 2010

Wasser


Wasser ist Leben
Es möchte in mich einströmen,
um mich zu befeuchten,
um in mir als Quelle zu fließen.
Verfasser unbekannt

Donnerstag, 25. November 2010

Innehalten

Zeit zum Innehalten
Innehalten heißt nicht "sich gehen lassen"
oder "treiben lassen", sondern abschalten,
um die eigene Mitte zu finden und daraus Kraft zu tanken.
von herta nettke

Diese Pflanze kenne ich nicht, sie erinnert mich an kleine Röschen.

Sonntag, 21. November 2010

Heidelberg



Es werden wohl die letztn Blüten unserer Kletterrose sein.

Nebel,Nebel

weißer Hauch, walle über Baum und Strauch.
Nebel, Nebel, weiße Wand, fliege hin ins weite Land.
Fliege über Tal und Höh´n, lass die goldene Sonne seh´n!


Kinderlied

Mittwoch, 17. November 2010

Novemberbeere

Was war

dahinter?
Unser Sohn war mit Frau vier Wochen in Nepal.
Ihre Freunde haben ihnen somit den Zutritt zu ihrem Haus noch ein bisschen erschwert.

Ich bin auch nicht leer ausgegangen, und darf mich mit diesem Armband schmücken.

Montag, 15. November 2010

Sonntag, 14. November 2010

wie Sterne


Ich kann es so schwierig festhalten, jetzt hat meine "Schöne" schon 6 Blüten geöffnet

Drei große ?

ein Blatt inmitten in einer Wiese, weit und breit kein Baum
am Rande einer Weide, stand dieser Stein
auf einer Brücke diese Wolle??

Samstag, 13. November 2010

Heute in Rot


Hinter einem weißen Vorhang im hellen Lampenschein,
blüht leuchtend eine feine Blume,lädt mich zum Träumen ein.
Ein kleines zartes Glöckchen ertönt ganz leis und lind,
auf hübscher Sternenblüte wiegt sich ein Elfenkind.
Im Raum ein leises Wispern, ein Stimmchen singt ins Ohr,
es raubt mir fast das Atmen, klingt wie ein Engelchor.

Du herrlich rote Blüte hast heute mich verführt
und deine Zauberblüte hat neu mein Herz berührt.
von Herta Nettke

Mittwoch, 10. November 2010

Eiskristalle



Erträglich ist´s im Herbste noch, der Himmel im schönsten Azur,
es hat verändert sich jedoch, zu bunter Färbung die Natur.
Am Morgen sind die Dächer weiß ,hart ist das Erdreich gefroren.
Auf allen Pfützen glitzert Eis, Blumen, Blüten schaun verloren.
aus: Der erste Frost von Karl Heinz Fricke

Dienstag, 9. November 2010

Raureif


Es kam zu uns ein stiller Herr, der liebe Herr November.
War mancher da, der lauter war, den froher wir begrüßten.
Wir hatten ihm nichts zugetraut, dem stillen Herrn November,
da zeigte sich, er konnte was, er konnte das Verzaubern.
Er machte jeden Halm, den Wald, den Stacheldraht, die Zäune,
er machte uns die ganze Welt
zu einem Raureif-Märchen.
von Josef Guggenmos

Berberitze als Gast in der Ligusterhecke

Sonntag, 7. November 2010

Wer klopft denn da?


In unserem Garten steht ein noch relativ junger Kastanienbaum, den haben wir dieses Jahr als Futterplatz ausgesucht. Aufgehängt wurden ein Futterhaus, ein -silo und einige Meisenknödel.
Neben Spatzen, Meisen, Finken besuchte uns heute ein wunderschöner Specht.

Freitag, 5. November 2010

Novemberrose




Sag mir blasse Rose dort,
Was stehst du noch an so trüben Ort?
Schon senkt sich der Herbst am Zeithebel.
Was bleibst du allein noch blasse Rose?
Die letzte deiner Gefährten und Schwestern
fiel tot und zerblättert zur Erde gestern
Und liegt begraben im Mutterschoße...
ein Teil aus dem Gedicht von Stefan George

Donnerstag, 4. November 2010

Dies ist ein Herbsttag


wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.
O stört sie nicht die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie jeder hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
was von dem Strahl der Sonne fällt.

Christian Friedrich Hebbel